Die Zukunft des Autos

Während man sich heutzutage noch fragt was die Autos der neuesten Saison wohl unter der Haube haben, wie sie aussehen und es mit der Umweltverträglichkeit aussieht, wird in einhundert Jahren wohl fast niemand mehr ein eigenes Fahrzeug besitzen – jedenfalls nicht wann die Zukunftsvision von Raul Rojas, Professor für Freie Technologie in Berlin geht.

Der Professor hat eine Zukunftsvision entwickelt, die heutzutage noch nicht umsetzbar ist – autonome Autos die selbständig fahren, bremsen und ihr Ziel finden. In 100 Jahren, so der Professor wird niemand mehr ein eigenes Fahrzeug besitzen, sämtliche Autos werden in Allgemeinbesitz sein, man braucht nur die Hand zu heben und ein vorbeifahrendes freies Fahrzeug hält an, man steigt ein, nennt sein Ziel und das Auto fährt vollkommen selbständig los. Möglich soll dies vor allem durch eine weit entwickelte künstliche Intelligenz, unzähliger Sensoren und einer unter dem Asphalt verlegten Leitspur (Magnete oder ähnliches) sein. Die Sensoren der autonomen Fahrzeuge erkennen selbständig andere Fahrzeuge, Hindernisse oder Passanten und richten danach ihre Geschwindigkeit, umfahren das Hindernis oder bleiben im Notfall abrupt stehen.

Dazu werden neben den Sensoren und Sendern die dann jedes Fahrzeug zwangsläufig braucht auch an jedem Fahrzeug Kameras installiert die im 360 Grad Blickwinkel rund um das Auto alles erfassen. Läuft ein Kind auf die Straße bleibt das Auto stehen, hat ein anderes Auto eine Panne und steht mitten auf der Straße fährt das selbständige Fahrzeug der Zukunft einfach um das Hindernis herum. Im Moment laufen erste Tests mit selbständige Fahrzeugen – die Technik steckt allerdings noch in den Kinderschuhen – die nötigen Computer und Sensoren füllen den gesamten Kofferraum, von der endlos scheinenden Verkabelung ganz zu schweigen. Die ersten Prototypen können nur auf eigens gelegten Magnetspuren fahren, die Sensoren müssen mühsam kalibriert werden da sie im Moment noch entweder zu heftig oder gar nicht reagieren. Doch in ersten Tests hat es der Professor schon Fortschritte erzielt – das Auto hielt an als kleines Objekt vor ihm auf die Straße geworfen wurde, in späteren Versuchen wagte es der Professor sogar sich vor das selbständige Fahrzeug auf die Straße zu stellen, auch hier funktionierte die Technik – das Auto hielt rechtzeitig vor dem Professor an.

Außerdem hat es der Wissenschaftler auch schon geschafft das Testfahrzeug nur mittels einer eigens programmierten Software per Iphone zu bedienen. Geht es nach dem Professor werden die ersten selbständigen Autos auf Flughäfen, bei Ausstellungen oder in Natur oder Erlebnisparks im Einsatz sein, in 30-40 Jahren auf Landstraßen und in gut 100 Jahren auch in den Städten. Sollte die Vision des Berliner Forschers wahr werden und die Technik die ersten Kinderkrankheiten überwunden haben könnten selbständige Fahrzeuge ohne Unfälle zu produzieren die Zukunft sein. Ob die Menschen allerdings bereit sind, ein eigenes Fahrzeug aufzugeben und auf Autos im Gemeinschaftsbesitz umzusteigen? Am Anfang würde es wohl viele Gegner des Projekts geben, auch würden viele aus Angst vor Softwarefehlern wohl gar nicht in die Fahrzeuge einsteigen und doch lieber mit ihrem Gebrauchtwagen weiter von A nach B fahren.

Der Beitrag wurde am Montag, den 26. April 2010 um 10:58 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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